Das Glück und der Meltemihimmel

Wenn Glück man so beständig wär´, wie das Blau des Himmels bei Meltemi. Andere Winde schicken Boten voraus, treiben zu weißen Fetzen zerfaserte Wolken vor sich her, wie der Mistral, oder wüstensandschwere Cumulusberge, die alles in Grau tauchen, wie der Scirocco. Der Meltemi aber rauscht den ganzen Sommer über wolkenlos durch die Ägäis, und obwohl er gern stürmisch und rau wird, liebt er den Himmel hell und klar und tiefblau.

Ich mag den Meltemi, der bringt mich gut in Fahrt. Auch meine Crew zählt auf ihn, hisst zügig Groß und Genua, als wir Ende Mai von Kythira nach Santorini aufbrechen, wo im Juni Besuch an Bord kommen will. Erstes Ziel ist Milos, die westlichste Insel der Kykladen, bis da sind das um die sechzig Seemeilen, Sousas erster langer Schlag, und je steifer die Brise, umso eher kommen wir an.

Doch der Meltemi zeigt kaum Muckis und schläft viel zu früh ein. Zähneknirschend schmeißt meine Steuerfrau meinen Jockel an, Motorlärm is´ nervig und teuer, Dünung und Welle sind bei Motorfahrt um einiges lästiger, als unter Segeln. So dauert das nich´ lange, bis unser neues Crewmitglied im Salon sein Frühstück wieder rauswürgt. „Sowas passiert selbst alten Seebären“, sagt meine Ruthie, streichelt die lütte Fellnase und wischt das Malheur weg.

Im Stadthafen von Adamantas, der Hauptstadt von Milos, sehen wir zum ersten Mal seit langem einen Schwarm Möwen. Und ich werd´ endlich mal wieder ausgiebig mit Süßwasser geschrubbt, da musste ich den ganzen Winter auf verzichten, in Pylos gab das ja keins am Kai.

Aiolos ist uns wohl gesonnen, wir werfen die Leinen los und kreuzen erstmal gegen leichten Meltemi nach Sarakiniko, an der Nordküste von Milos. Wollen ein seltenes Geschenk des Windgottes genießen: drei Tage Flaute. Die See schimmert türkis, bleibt kristallklar und ruhig, wunderschön is´ das in der weiten, ungeschützten Bucht, wo ich vor Anker liege, so schön, dass auf den Felsen an der Küste, die von weitem wie gewaltige, weiße Sanddünen wirken, Tag für Tag Besucherströme ausschwärmen, bunte Punkte dicht an dicht, die sich über die von Wind und Meer modellierten Gesteinsformationen schlängeln. Von daher macht meine Crew macht sich lieber in der Morgenfrische auf zum Ufer, und kurz vor Sonnenuntergang , wenn das da ruhiger is´. Auch am letzten Abend vor Sarakiniko hüpft Sousa schwanzwedelnd zum Heck, legt die Pfötchen auf´n Süllrand und lässt den Käpt´n, der das Dinghi klarmacht, nich´ aus den Augen.

 „Wir haben ein Problem“, ruft der mit einmal, „das Dinghi verliert Luft!“ Springt zurück auf die Badeplattform, in die Plicht und unter Deck. Sousa schaut verdattert, rennt nach ´ner Weile hinterher und lugt den Niedergang runter, wo das rumpelt und klappert. Die Dose mit PVC-Kleber war an ihrem Platz unter der Lotsenkoje, das Fläschchen mit dem Härter aber weder beim Kleber zu finden, wo das hingehört, noch unter der Koje in der Achterkajüte oder in der Kiste mit allerlei Dosen und Flaschen im Regal unter der Backskiste. Als es endlich zwischen den Kisten unter der Lotsenkoje auftaucht, stellt sich raus: der Härter is´ völlig vertrocknet.

Sousa muss doch mal! Bei meiner Steuerfrau sinken die Flaggen auf Halbmast. Dann krabbelt sie in die Bugkoje, zieht den Sack mit dem Paddleboard unter die Luke, holt die Fußpumpe von achtern und eilt an Deck. Zerrt den Sack aus der Luke, packt das Paddleboard aus und beginnt hektisch, die Pumpe zu malträtieren. Sousa schnüffelt an dem Ding, das so verdächtige Pfeiftöne von sich gibt, wedelt dabei beharrlich mit ihrer Ringelrute.  Doch als dass Board endlich einsatzbereit ist, ist die Sonne verschwunden und der Meltemi im Anmarsch, um die Flaute zu vertreiben. Meine Ruthie ruft Sousa zum Bug. Zeigt ihr ein Leckerli. Ruft: „Pipifein!“ und „Kackafein!“, wie die Zwei dass an Land geübt haben. Ich mag das, wenn Sousas Pfötchen über mein Deck trappeln, aber dass vorn am Bug nu´ das Hundeklo is´, da muss ich mich erst an gewöhnen.

Sowie das hell wird tuckern wir zurück nach Adamantas, wo das einen Bootsladen gibt, der bestens sortiert is´. Sousa, die noch nicht schwimmen kann, kriegt die knallorange Schwimmweste angetrekkt, auf der „Rescue Team“ steht. Als meine Steuerfrau gegen den Meltemi an rudert, hockt die Lütte wacker zwischen ihren Beinen und reckt die Schnute in den Wind.

So´n aufgeklebter Patch soll ja´n Weilchen trocknen, zum Brot holen am nächsten Morgen muss wieder das Paddleboard ran, wird an ´nem lütten Strand an der Uferstraße geparkt.  Als Sousa ´nen ollen  Labrador sieht, der gerade ins Wasser tappt, zerrt sie wild an ihrer Leine. „Die Gelegenheit!“ denkt meine Steuerfrau und lässt die Lütte laufen. Die peest los wie´n Minitornado, ins Wasser rein und zu dem Labrador hin, dass das nur so platscht. Merkt bannig spät, das da gar kein Boden mehr is´ unter ihren Pfoten. Guckt ganz verjagt. Is´ aber keine Bangbüx, reckt die Schnute aus´m Wasser und  paddelt was das Zeug hält.

Meine Steuerfrau lacht. Mein Käpt´n auch. Doch wunschlos glücklich sind wir nich´ mehr. Das Dinghi gibt allmählich seinen Geist auf, über kurz oder lang werden wir ein Neues brauchen. Nich´, dass wir jetzt unglücklich wären, der Meltemi weht ja sowieso, und der Himmel bleibt blau, aber das Glück is´ eben eher wie die See, die mal munter im Wind tanzt, mal vom Sturm gepeitscht Gischt ausspuckt, mal friedlich im Sonnenlicht glitzert und auch mal trüb vor sich hindümpelt.

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Glossar

Meltemi – Nordwind, der von April bis Oktober in der Ägäis weht

Mistral – Nordwestwind, der im westlichen Mittelmeer weht.

Scirocco – Südostwind, der sich mit dem Mistral abwechselt

Santorini – südlichste der Kykladeninseln

Malheur – frz.: Mißgeschick. Begriff, der während der Hamburger Franzosenzeit (französische Besatzung der Stadt, sowie Eingliederung in das Französische Kaiserreich, von 1806 bis 1814) in den plattdütschen Wortschatz aufgenommen wurde

Pylos – Hafenstädtchen an der Westküste des Peloponnes, wo Lobsty den Winter 23/24 verbracht hat.

Aiolos – Von Zeus alls Herrscher über die Winde eingesetzter Günstling der Götter

Heck – hinterer Bereich eines Schiffsdecks

Süllrand – u.a. Einfassung des Decks, um das Überlaufen von Wassser zu verhindern

Backskiste – bei Lobsty eine Klappe in der Backbordbank der Plicht, die Zugang zum Stauraum im Achterbereich gewährt.

achtern – hinterer Bereich eines Bootes

antrekken – Plattdütsch: anziehen

bannig – Plattdütsch: sehr

verjagt – Plattdütsch: erschreckt

Bangbüx – Plattdütsch: Angsthase

Meltemi und Mönchsrobben

Oh, was freu ich mich auf die nördlichen Sporaden! Sporadikos (σποραδικός) bedeutet verstreut, über hundert Inseln und Inselchen sind das. Flechten, Felskrabben, Eidechsen oder Ziegen sind dort zu Hause. Hin und wieder eine windschräge Trauerzypresse, die sich an eine Felswand krallt und natürlich Kiefern. Im Meer wohnen Muscheln, Algen oder Seeigel am Fels, ab und an auch ein raffinierter Oktopus in ´ner Nische, Seepferdchen oder Seesterne leider kaum noch. Menschen leben vor allem auf den größten Sporadeninseln, auf Skiathos, Skopelos und Alonnisos , und auf Skyros, einen Segeltag weiter südlich. 

Meine Steuerfrau checkt die Navily App, liest Kommentare von anderen Seglern zu den Ankerbuchten der Inseln, stolpert dabei über ein Foto. ´Ne Robbe auf´m Paddleboard! Im Hafen von Patitiri, der Hauptstadt von Alonnisos. Die Insel ist Teil des größten Naturschutzgebietes des Mittelmeers, wo Mönchsrobben in einem besonders geschützten Bereich leben, aber die tauchen doch ab, wenn sie Menschen nur von Weitem sehen! 

Vom Pagasitischen Golf nach Skiathos is´ das nur ein Delphinsprung. Da wir gegen den Meltemi an kreuzen, der uns im Euböakanal mal wieder als Ostwind entgegen rauscht, sind die fünfundzwanzig Seemeilen an einem Tag nicht zu schaffen. Abends fällt mein Anker in Chondri Ammos, is´ kaum noch Platz in der Bucht, ich lieg in der Mitte, wo meine Kettenlänge gerade mal reicht. Zum Glück schlafen Wind und Welle ein, während die Sonne den Steinbruch gegenüber schönmalt, bis die Nacht alles Licht verschluckt.  

Auch am nächsten Abend haben wir Dusel, der Meltemi beruhigt sich kurz nachdem wir Ormos Matraki, an der Südwestküste von Skiathos, im Zickzackkurs erreicht haben. Kristallklares Wasser hier, das Relief des Sandgrunds is´ deutlich zu erkennen. Der Käpt´n der Victory schickt ´ne Nachricht, er kommt von der Nachbarinsel Skopelos rüber. In meiner Kombüse duftet das nach Aubergineneintopf, als der Anker der Vicky sich zwischen mir und der steil abfallenden Felsküste in den Grund gräbt. Kurz darauf macht ihr Käpt´n sein Dinghi achtern fest und springt auf meine Badeplattform.

Früh am Morgen schon wieder Anker auf gehen, so hab ich das gern. Der angesagte Meltemi erhebt sich gerade, am Vormittag soll er schon wieder einschlafen. Meine Steuerfrau wirft einen letzten Blick zum Sandstrand mit der Robinson Crusoe Bar. „Nächstes Mal, Lobsty!“, flüstert sie und lenkt mich leicht nach Backbord, damit meine Ankerkette locker hängt und der Käpt´n, der am Bug steht, sie besser einholen kann. „Nächstes Mal guck ´ ich hier nach Fischen. Und ich geh´ an Land.“          

Kaum sind meine Segel draußen, rausche ich Kurs Nordnordost. Als wir die Nordwestspitze von Skiathos erreichen, hat die Vicky, die etwas später los is´, mich längst überholt. Ihr Gennaker bauscht sich vorm Bug, ein leuchtend roter Punkt auf tiefem Blau weit draußen. ´N büsch´n neidisch bin ich ja schon, auch wenn ich das ungern zugebe. Manchmal fühl ich mich wie ´ne lahme Ente,  wär´ ich doch bloß schneller! Jedes Mal, wenn ich die sieben Knoten Grenze knacke, jubelt meine Crew. Die Vicky beschleunigt im Handumdrehen auf sieben Knoten, braucht mit ihrem Leichtwindsegel gerade mal zehn Knoten Wind dafür. Und mit Groß und Fock kommt sie auch bei drei Beaufort  gut voran. Mit meinen zwanzig Tonnen kann ich da nur von träumen. Gegen ein so sportliches GFK-Leichtgewicht komm ich nich´ an. Bei drei Beaufort mach ich höchstens mal drei Knoten, aber nur mit dem Wind von querab oder achtern.  

Bald ist die Westküste von Skopelos in Sicht. Im näherkommen weht uns Pinienduft entgegen, scheint allen Poren der Natur zu entströmen, sogar dem Meer und den Inselchen, die wir kurz vor Neo Klima umschiffen. Meine Steuerfrau is´ hin und weg von der grünsten Insel Griechenlands, selbst die höheren Hügel sind über und über von dichten Kiefernwäldern bedeckt.  Kein Wunder, das Skopelos einer der wichtigsten Rastplätze für Zugvögel is´, die aus Afrika kommen.             

Einige Tage liege ich im Schutz einer kleinen Insel, dann is´ Starkwind  im Anmarsch. Vicky und ich kreuzen gegen den Meltemi nach Alonnisos, das nordöstlich von Skopelos liegt. Im lütten Naturhafen von Votsy ist das Meer glatt wie ein Spiegel. Boote liegen dicht an dicht vor Landleinen, das is´ gerade noch Platz für zwei. Ankern war keine gute Idee, beim Schnorcheln sieht meine Steuerfrau, dass die Ankerketten der Boote vor Landleinen fast die ganze Breite des Hafens einnehmen. Sollte mein Anker slippen, könnten wir von bannig Dusel reden, wenn er in einem der zwei ausgedienten, algenbewachsenen Anker oder den gammeligen Leinen am Grund hängen bliebe. Sonst gäbe das Kettensalat.

In der Nacht knallen mir aus Nordwest Böen über zwanzig Knoten auf den Bug, meine Crew macht abwechselnd Ankerwache. Auch auf der Vicky hält der Käpt´n Wache, nickt ab und an in der Plicht ein. Als das endlich dämmert, tuckert meine Crew mit mir um die Ecke nach Ormos Milia. Nun kann ich seelenruhig um meinen Anker schwojen, und da der Meltemi über Land kommt, rollt kaum Schwell in die Bucht.

Meine Ruthie schnorchelt und freut sich über Brandbrassen und Streifenbrasssen. Und ´nen Tag später traut meine  Crew ihren Augen kaum, als ´ne Moana 38 neben mir den Anker wirft. Anastasia II heißt die, und is´ sozusagen ´ne kleine Schwester von mir. Beim Klönschnack in ihrer Plicht erzählt ihr Käpt´n traurig von der Mönchsrobbe Kostis, die sich gerne auf der Badeplattform der Anastasia gesonnt hat. Meiner Steuerfrau geht ein Licht auf. Das Foto in der Navily App! Uns hätte das auch gefallen, wenn sich mit einmal so ´ne seute Robbe genüsslich achtern in der Sonne geräkelt hätte. Kostis war oft im Hafen von Patitiri, um Paddelboards oder Badeplattformen auszuprobieren. 2018, nach dem Medicane Zorbas, wurde er von einem Fischer gefunden, war noch ein Baby, hatte seine Mutter verloren. Die MOM pflege ihn gesund und wilderte ihn aus. Bald war er das Maskottchen des Meeresnaturparks, wurde berühmt in ganz Griechenland, denn er hatte keine Angst vor Menschen, suchte auch Kontakt zu Tauchern.       

„Ich glaube, er wollte einfach nur Liebe teilen, sogar umarmt hat er mich“, sagt Nikos Vardakis von Ghost Divers Greece in einem Podcast von Ocean Crime.    Seine Zutraulichkeit kostete Kostis das Leben, 2021 fand man ihn mit dem Pfeil einergroßen Harpune zwischen den Augen an einem Strand. Die MOM setzte achtzehntausend Euro Belohnung aus. Wer könnte ein Motiv haben, einen so harmlosen Meeressäuger zu ermorden? „Die fressen zu viel Fisch!“, soll ein Fischer gesagt haben. Und viele Fische hat meine Steuerfrau beim Schnorcheln ja auch auf den Nördlichen Sporaden nich´ gesehen. Wie lange ´ne Robbe wohl jagen muss, um satt zu werden? Würde mich nich´ wundern, wenn die Tiere öfter mal mit knurrendem Magen die Jagd aufgeben.  Da kann so ein Netz, das ein Fischer quer durch ´ne Bucht gespannt hat, ungemein verlockend sein. Beute satt! Wusste der Mörder, der eine anderthalb Meter lange Harpune dabei hatte, wie zutraulich Kostis war? Er hat ihn sicher näher gelockt, um den präzisen Schuß abzufeuern, weil er meinte, Kostis hätte bei seinen Netzen nichts zu suchen. Und das mitten im Naturpark, wo die Mönchsrobben unter Schutz stehen. Doch nur die Insel Piperi und drei Seemeilen drum rum sind den mehr als fünfzig Tieren alleine vorbehalten. Im Meer ist es eng.

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Glossar

Sporadikos – griech. σποραδικός „verstreut“

Naviliy App – App, die es Seglern ermöglicht, Information über Ankerbuchten und Häfen auszutauschen.

Meltemi – Nordwind, der in den Sommermonatenin der Ägäis vorherrscht

Euböakanal – Kanal zwischen der Insel Euböa und dem Festland von Thessalien, bzw. der Halbinsel Magnesia

Chondri Ammos – Bucht an der Südküste der Halbinsel Magnesia

Kettenlänge – je länger die Kette ist, die am Grund liegt, umso zuverlässiger ist der Ankerhalt. Die Faustregel, um die nötige Mindestkettenlänge zu berechnen ist:  (Wassertiefe+ Höhe des Überwasserschiffes) x 3. Ist Starkwind oder gar Sturm angesagt, lässt man mehr Kette raus.

Dusel – Glück

Ormos Matraki – Matraki Bucht

Victory – Dehler 36 CWS.  Eine elf-Meter-Yacht, die für sportliches Segeln entworfen wurde. Das Central Winch System (CWS) erleichtert es, „einhand“. also alleine, zu führen: alle nötigen Handgriffe für das segel setzen, reffen und einholen können von der Plicht aus über eine zentrale Wunsch ausgeführt werden.  Der letzte Stapellauf dieses Bootstyps war 1994.

Vicky – Spitzname der Victory

achtern – hinterer Bereich eines Bootes, Heck

Gennaker – Leichtwindsegel (asymmetrisches Spinnaker Segel)

bannig – sehr

GFKLeichtgewicht – die Dehler 36 CWS wiegt leer 5,5 t. Sie ist aus glasfaserverstärkten Kunststoff (GFK) gebaut, wie die meisten Segelyachten.

querab – rechtwinkilig zum Kiel

Neo Klima – Hafenstädtchen an der Westküste von Skopleos

Landleinen – werden gelegt, wenn die Wassertiefe das Ankern  in ausreichender Entfernung vom Ufer nicht erlaubt oder damit mehr Boote in einer Bucht liegen können. Zuerst wird der Anker geworfen, dann fährt man rückwärts aufs Land zu. Landleinen sollten immer an Felsnasen o.ä. gelegt werden, da sie Bäume verletzen könnten.

slippen -rutschen

Ormos Milia -Bucht an der Ostküste von Alonnisos

schwojen – im Radius um den Anker drehen: ein Schiff vor Anker oder an einer Boje dreht seinen Bug stets in den Wind. Wird der Wind stärker, spannt sich die Ankerkette. Kommt der Wind aus einer anderen Richtung, dreht sich das Boot um den Anker und ändert seine Position.

Schwell (oder Dünung) -Wellen, die aus ihrem Entstehungsbereich herausgelaufen sind. Im Gegensatz zur Windsee, die entsteht, wenn der Windd auf die Wasseroberfläche trifft. Schwell + Windsee = Seegang

Klönschnack – Schwätzchen

Plicht – auch Cockpit genannt. Außenbereich eines Bootes, wo sich die Crew aufhält.

Moana 38 – 38 Fuß lange,  von Anton Luft entworfene Segelyacht aus Stahl

MOM – Griechische NGO zum Studium und Schutz der Mittelmeer  Mönchsrobbe (Monachus Monachus)

Meeresnaturpark von Alonnisos – größter europäischer Meeresnaturpark und der erste, der in Griechenland gegründet wurde (vor dem Meerespark von Zakynthos)

Ghost Divers – Verein von Tauchern, die herrenlose Fischernetze (Geisternetze) vom Grund holen, in denen sich Fische und Meeressäuger verfangen und elend verenden

Ocean Crime – Webseite mit True Crime Podcasts zu Verbrechen auf hoher See

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